Nachrichten
Festakademie zum Thomasfest 2012 in Köln Heilig Kreuz
Am 28. Januar 2012 konnte P. Prior Bonifatius Hicks OP in Vertretung des Provinzials im Konvent Heilig Kreuz etwa 35 Gäste zur Festakademie begrüßen. Die Dominikaner-Provinz Teutonia hatte zu dieser Akademie zum Thomasfest eingeladen. Die einführenden Worte sprach P. Regens Dr. Thomas Eggensperger OP.
Der Leiter des Institut Pastoral Homiletik in Düsseldorf, P. Dr. Manfred Entrich OP, hatte für den Festvortrag den bekannten amerikanischen Dominikaner, Prof. Dr. P. Thomas OMeara (Chicago), gewinnen können, der zu einer Vortragsreihe in Deutschland weilte. Er sprach zum Thema: „ Eine neue Welt – ein neues Weltall“ – Außerirdisches als Herausforderung für Theologie und Glaube.
Anschließend waren die Gäste zu einem Empfang eingeladen.
Provinzstudientagung und Provinztag 2012 in Horrem bei Köln
Das neue Jahr begann für die Dominikaner der Provinz Teutonia mit einer Studientagung im Bildungshaus der Salvatorianerinnen in Horrem bei Köln. Das Thema lautete "Sprache der Verkündigung und Medien". Verschiedene Referenten waren eingeladen, die unterschiedlichen Formen der Verkündigung in den heutigen Medien darzustellen: Verkündigung im Fernsehen (Wort zum Sonntag, Quizshows, Talkrunden), im Internet, in den Printmedien und beim Domradio in Köln. Die Erklärung der Lüpertz-Fenster in der Dominikanerkirche St. Andreas in Köln machte die Möglichkeiten der Predigt durch darstellende Kunst aufmerksam. An der Studientagung nahmen auch Dominikanerinnen und Laien als Mitglieder der Dominikanischen Familie teil, insgesamt etwa 40 Brüder und Schwestern.
An die Tagung schloss sich ein Provinztag für die Brüder an, auf dem Themen, Fragen und wichtige Weichenstellungen für die kommenden Jahre diskutiert wurden, in Vorbereitung das kommende Provinzkapitel im April 2012 in Hamburg.
Umbettung der Dominikaner vom Klosterfriedhof in Warburg nach Köln
Nach Auflösung des Warburger Dominikanerklosters 1993 wurde der dortige Klosterfriedhof für 15 Jahre von der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde, die das Kloster erworben hatte, gepflegt. Nach Ablauf der Frist wurde beschlossen, die in Warburg verstorbenen Brüder auf den Kölner Friedhof Melaten umzubetten. Das Bestattungsinstitut Kuckelkorn exhumierte die sterblichen Überreste von 43 Dominikanern und Paul Lazarus Beckert (Künstler) und transferierte sie nach Köln. Am 2. November 2011 (Allerseelen) wurden sie in der Grabstelle der Kölner Dominikaner auf dem Melaten-Friedhof im Rahmen eines Totengedenkens, zu dem der Provinzial P. Johannes Bunnenberg und die Kölner Brüder eingeladen hatten, beigesetzt.
Diakonenweihe in Köln Heilig Kreuz
Weihbischof Dr. Stefan Zekorn (Münster) weihte am 8. Oktober 2011 in der Dominikanerkirche Heilig Kreuz in Köln drei Mitbrüder zu Diakonen: fr. Peter Henrich, fr. Ralf Sagner und fr. Frank Ewerszumrode. Nach Abschluss des Grundstudiums folgt ab November die pastorale Ausbildung am Pastoralinstitut der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster (Kapuziner). Ihr pastorales Praktikum machen die drei Brüder in Brüssel, Leipzig und Düsseldorf. Voraussichtlich im Mai nächsten Jahres wird die Priesterweihe sein.
Seligsprechung von P. Jean-Joseph Lataste OP (1832-1869)
Jubel und Dank erfüllte die Schwestern von Bethanien und viele mit ihnen, als Papst Benedikt XVI. am 28. Juni 2011 das Dekret zur Anerkennung eines Wunders auf die Fürbitte des Dieners Gottes Jean-Joseph Lataste aus dem Predigerorden unterzeichnete und damit den Weg zur Feier der Seligsprechung freigab. P. Lataste ist der Gründer der Kongregation der Dominikanerinnen von Bethanien. Da Seligsprechungen in der Regel in den Diözesen begangen werden, in denen der neue Selige lebte und gewirklt hat, und wo er auch begraben ist, wird die Seligsprechung von P. Lataste im Bistum Besancon in Frankreich sein, voraussichtlich Anfang Juni 2012.
Feierliche Profess in Mainz
Im Ausbildungskonvent in Mainz machten am 4. Juni 2011 fr. Raf Sagner und fr. Frank Ewerszumrode die Feierliche Profess. In die Hände des Provinzials P. Johannes Bunnenberg legten sie das Versprechen der Zugehörigkeit zum Orden "bis zum Tod" ab. Zusammen mit vielen Angehörigen, Freunden sowie Brüdern und Schwestern des Ordens und zahlreichen weiteren Gästen wurde der Festtag begangen. Im Ausbildungskonvent Mainz leben derzeit 16 Brüder, von denen neun sich auf die Aufgabe im Predigerorden durch das Studium an der Universität und weitere Ausbildung vorbereiten. Anfang Oktober 2011 werden drei brüder zu Diakonen geweiht.
Senior der Ordensprovinz Teutonia feiert seinen 90. Geburtstag
Am 4. Mai 1921 wurde P. Prof. Dr. Paulus Engelhardt in Berlin geboren. Seit 1940 gehört er dem Predigerorden an. In diesem Jahr schaut er auf 90 Lebensjahre zurück. Aus Anlass seines "runden" Geburtstages hatten sich am 24. Mai mit den Brüdern des Düsseldorfer Konventes viele Gäste zu einem Festakt im Lambertussaal in der Düsseldorfer Altstadt eingefunden. P. Paulus war Jahrzehnte lang als Professor der Philosophie tätig, er leitete die deutsch-lateinische Edition der Werke des hl. Thomas (Deutsche Thomas-Ausgabe) und war lange Hauptverantwortlicher der Dominikanerzeitschrift "Wort und Antwort". Das Heft 2/2011 dieser Zeitschrift ist dem Wirken des Jubilars gewidmet.
Versammlung der europäischen Provinziale des Dominikanerordens
In diesem Jahr trafen sich in der Osterwoche vom 26.-30. April 2011 die Provinziale Europas in Sainte Baume in der Provence: 20 Provinziale, vier Obere von Generalvikariaten (Ungarn, Belgien-Süd, Russland-Ukraine, Baltikum) und drei Vikare von Provinzvikariaten (Skandinavien, Türkei, der spanische Teil der Rosenkranzprovinz). Großen Raum nahmen die Gespräche mit dem neuen Ordensmeister P. Bruno Cadoré ein, der für zwei Tage gekommen war. Es wurde über die vom Generalkapitel 2010 beschlossenen Änderungen der Strukturen und die personellen Veränderungen an der Ordenskurie in Rom, das Studium und die intellektuelle Ausrichtung des Ordens, das gemeinsame Leben und die vielfältigen apostolischen Tätigkeiten der Brüder gesprochen. Themen waren auch die verschiedenen Akzente, die die einzelnen Provinzen der Vorbereitung auf das 800jährige Jubiläum des Dominikanerordens im Jahre 2016 geben und die Bemühungen in der Berufungspastoral. Die Provinz von Portugal wird im nächsten Jahr die Provinziale einladen aus Anlass der Wiedergründung der Provinz vor 50 Jahren.
Jahrestreffen der Höheren Oberinnen der Dominikanerinnen
Vom 11.-14. April 2011 trafen sich die Höheren Oberinnen zur Jahrestagung im Konvent der Dominikanerinnen von Bethanien in Refrath bei Köln. Dieses Treffen, das dem Austausch und der Beratung dient, findet immer in einer der Niederlassungen der 15 Schwesterngemeinschaften statt, die sich im Jahre 2000 zu einer Arbeitsgemeinschaft (AGOP) zusammengeschlossen haben. Breiten Raum nehmen die gegenseitigen Informationen aus den Gemeinschaften ein. Seit einigen Jahren stehen angesichts des Nachwuchsmangelns, der älterwerdenden Gemeinschaften, des Abschiednehmens von bisherigen caritativen oder pastoralen Tätigkeiten immer auch die Überlegungen hinsichtlich der Möglichkeiten und Notwendigkeit der Zusammenarbeit auf der Tagesordnung. Mit der Verantwortlichen für die Noviziatsausbildung, Sr. Judith Moormann OP, gab es einen regen Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit in der Ausbildung der wenigen jüngerer Schwestern. Ein weiterer Tagesordnungspunkt des Treffens ist jeweils die Vorbereitung der Jahrestagung im August, zu der alle Dominikanerinnen eingeladen sind. Das Thema lautet: „Gemeinschaft – praedicatio Jesu Christi“. Es geht darum, die Predigt und Verkündigung als Dominikanerinnen und die Realitäten in den Gemeinschaften zu bedenken. Es stand die Wahl der ersten Koordinatorin der AGOP an; gewählt wurde die Generalpriorin der Dominikanerinnen von Bethanien, Sr. Sara Böhmer OP. Der Provinzial der Brüder, P. Johannes Bunnenberg OP, kam an einem Nachmittag zum Gespräch mit den Schwestern. Im nächsten Frühjahr wird das Treffen der AGOP bei den Dominikanerinnen in Neusatzeck stattfinden.
Einfache Profess in Worms
Am 26. März 2011 nahmen die beiden Provinziale (der Teutonia und der Südt.-Österr. Provinz) die Einfache Profess (für drei Jahre) von drei Novizen entgegennehmen: fr. Adam, fr. Christian und fr. Tobias. Zwei Brüder werden das Theologiestudium in Wien bzw. Mainz aufnehmen. fr. Christian, der als Priester in den Orden eintrat, wurde in den Konvent nach Vechta versetzt, um dort am Kolleg St. Thomas und in der außerschulischen Jugendseelsorge tätig sein.
Besuch des Ordensmeisters der Dominikaner
Vom 16.-22 März 2011 wird der neue Ordensmeister, P. Bruno Cadoré OP, unsere Ordensprovinz Teutonia für ein paar Tage besuchen. P. Bruno Cadoré wurde auf dem Generalkapitel des Ordens im September 2010 in Rom für neun Jahre zum Leiter des Dominikanerordens gewählt. Er wird die Ausbildungshäuser in Worms und Mainz besuchen sowie die Klöster in Düsseldorf und Köln. Am Schluss wird es eine gemeinsame Sitzung des Ordensmeisters mit dem Beratungsgremium der Provinz in Köln geben.
Einkleidung in Worms
Am 19. Februar 2011 haben drei Postulanten im Noviziatskonvent in Worms ihr einjähriges Noviziat begonnen. Seit November 2000 haben die beiden Provinzen in Deutschland und Österreich ein gemeinsames Noviziat im Wormser Kloster.
Gedenkgottesdienst zum 75. Todestag von Pater Titus Horten OP in Vechta
Am 25. Januar 2011 jährte sich zum 75. Mal der Todestag von Pater Titus Horten. Zusammen mit P. Laurentius Siemer und P. Thomas Stuhlweißenburg wurde er wegen angeblicher Devisenvergehen im Ausland von den Nationalsozialisten verhaftet und in einem Schauprozess zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Er starb im evangelischen Peter-Heinrich-Ludwig-Hospital in Oldenburg. Schon bald setzte die Verehrung von Pater Titus durch die Gläubigen des Oldenburger Landes ein. 1954 wurde sein Leichnam vom Friedhof in die Klosterkirche in Vechta-Füchtel überführt. Vom Bistum Münster und vom Orden wurde ein Seligsprechungsprozess in die Wege geleitet. Der heroische Tugendgrad wurde dem „Diener Gottes“ Pater Titus zuerkannt. Das negative Votum der Mediziner-Kommission in Rom im Rahmen des Wunderprozesses im Jahre 2008 beendete vorerst den Prozess der Seligsprechung von Pater Titus. Prälat Hülskamp, der als Offizial in Münster den Seligsprechungsprozess begleitet hat, zeigte sich bei der Gedenkfeier in Vechta überzeugt, dass ein erneuter Prozess mit der Vorlage medizinisch nicht erklärbarer Heilungen zu einem guten Ende geführt werden kann.
Zweites Kolloquium "Theologie OST" in Leipzig
Zum Thema „Kerygma und Mission. Hermeneutische Überlegungen“ fand im Dominikanerkloster St. Albert in Leipzig-Wahren am 21. Januar das 2. Kolloquium im Rahmen des Projektes „Theologie-OST“ statt. Hauptreferenten waren Bischof Joachim Wanke von Erfurt und Dr. Christian Bauer, Tübingen. Ostdeutschland braucht eine Missionskirche neuzeitlichen Typs, so Bischof Wanke, die auf dem ostdeutschen Hintergrund nach dem Verhältnis von Verkündigung und Mission fragt.
Visitation im Vikariat in Bolivien
Provinzial P. Johannes Bunnenberg weilte vom 14. Januar bis zum 5. Februar im Vikariat der Ordensprovinz in Bolivien. Neben den Besuchen der einzelnen Niederlassungen und den Gesprächen mit den Brüdern war das Vikariatskapitel (eine Versammlung aller Brüder, die alle vier Jahre stattfindet) von besonderer Bedeutung. Als neuer Vikar wurde P. Fernando Delgado Flórez gewählt. Beratungsthema war vor allem die für das Jahr 2013 anvisierte Vereinigung der beiden dominikanischen Vikariate in Bolivien zu einer Vize-Provinz. Neben der Ordensprovinz Teutonia hat auch die Provinz von Chicago in Bolivien ein Vikariat. Für das nächste Jahr ist die Errichtung eines zweiten offiziellen Konventes (neben dem Ausbildungskonvent in Cochabamba) in Santa Cruz geplant. Es leben derzeit ca. 40 Dominikaner in den beiden Vikariaten in Bolivien.
Provinzstudientagung im Kloster Arenberg
Vom 2.-5. Januar 2011 trafen sich ca. 50 Dominikaner und
Dominikanerinnen zur jährlichen Provinzstudientagung im Kloster Arenberg
bei Koblenz. Die Tagung stand unter dem Thema „Tu deinem Leib etwas
Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“ (Theresa von Avila).
Der gewählte Tagungsort entsprach in besonderer Weise dem Thema. Das
Kloster Arenberg der Dominikanerinnen, in dem vor einigen Jahren ein
großes Gästehaus mit Vitalzentrum errichtet wurde, ist auch in den
Medien unter dem Namen „Wellness-Kloster“ bekannt geworden.
Prof. Jörg Splett aus Frankfurt eröffnete die Reihe
der Vorträge mit einem philosophisch-theologischen Blick auf den
Zusammenhang von Geist, Leib und Seele. Frau Dipl.-Päd. Haardt-Becker,
Köln, Mitarbeiterin bei „Innocence in Danger“, referierte über den
Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen und anderen
Institutionen. Der Pallottiner-Pater Erik Riechers aus Vallendar warb in
seinem Vortrag auf sehr narrative Weise für die Einheit von Leib und
Seele und betonte, wie wichtig die Sensibilität für die Körpersprache
ist. Generalpriorin Sr. Scholastika Jurt OP erläuterte zum Abschluss
mit einer PowerPoint-Präsentation den Leitgedanken der Arenberger
Dominikanerinnen: Kloster Arenberg – erholen – begegnen – heilen.




